Wissenswertes über Pinguine



Die Pinguine bilden eine seit ca. 50 Millionen Jahren nachweisbare Familie hochspezialisierter, flugunfähiger Seevögel, die in allen kalten bis gemäßigten Ozeanen auf der Südhalbkugel beheimatet sind. Die meisten Arten leben jedoch zwischen dem 45. und 60. Breitengrad. Lediglich zwei Arten, der Kaiserpinguin und der Adéliepinguin, leben noch weiter südlich in der Antarktis. Die anderen Arten bewohnen die Festlandküsten und Inseln vor Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland.

Die Tiere sind mit ihrem spindelförmigen Körper, den kurzen Flügeln, den Schwimmhäuten an den Füßen und einem dicken Unterhautfettpolster als Wärmeschutz, hervorragend an das Leben im Wasser angepaßt. Aus diesem Grund verbringen einige Arten bis auf die Unterbrechungen zum Brüten und zur Mauser im Meer. An Land können Pinguine sich mit ihren kurzen Beinen nur aufrecht watschelnd fortbewegen. Die in der Antarktis lebenden Arten bewegen sich manchmal in Schnee und Eis auch auf dem Bauch liegend fort, wobei sie die Flügel als Antrieb benutzen.

Auf dem Land haben Pinguine keine natürlichen Feinde. Im Wasser jedoch müssen sie sich vor Seeleoparden und Schwertwalen fürchten. Aber auch aus der Luft droht Gefahr. Raubmöwen erbeuten während der Brutzeit der Pinguine Unmengen an Eiern und Küken.

Zum Brüten kehren alle Pinguinarten ans Land zurück. Je nach Art legen die Weibchen 1 - 2 Eier, die meist abwechselnd von Männchen und Weibchen ausgebrütet werden. Die Brutzeit beträgt zwischen 33 und 65 Tagen. Am Ende ihrer Entwicklung steht bei den Küken die Mauser. Wenn sie ihr Federkleid gewechselt haben, fangen sie an, schwimmen und jagen zu lernen. Mit ihrem Daunengefieder können sie nicht schwimmen.

Die ausgewachsenen Tiere gehen einmal im Jahr zur Mauser an Land. Dabei verlieren sie alle Federn gleichzeitig. Über einen Zeitraum von 3 - 6 Wochen ist das Gefieder also nicht wasserabweisend und die Tiere können nicht zum Fressen ins Meer gehen. Während dieser Fastenzeit verlieren die Vögel ein Drittel oder mehr ihres Körpergewichts.

Alle Pinguine haben das Problem, daß sie mit großen Temperaturunterschieden zurechtkommen müssen. Die Tiere in den kalten Regionen müssen die Wärme erhalten, die in den wärmeren Regionen müssen die überschüssige Wärme abgeben. In der Antarktis sind die Vögel deshalb auf die isolierende Fähigkeit ihrer überlappenden Federn angewiesen. Die nördlicher lebenden Arten haben im Gesicht nackte Hautstellen, die bei der Umspülung im Wasser einen Mechanismus zur Abgabe der überschüssigen Wärme bieten.

Pinguine ernähren sich von Fisch, Krill und Tintenfischen, die sie unter Wasser vertilgen.



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Stand: 22.04.2008

© Katja Duske